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Queen Elizabeth II

1926 - 2022

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Reisen im Corona-Herbst? Diese Frage stellte sich uns genauso wie Ihnen als unseren Kunden. Trotz allem fahren, zuhause bleiben, Reise verschieben? Lange überlegt und dann aber für "trotz allem fahren" entschieden.
 

Oktober 2020   Vereinigtes Königreich – Reisen mit Hund ( trotz Corona und Brexit)
Eine Liebeserklärung


Was für ein Jahr liegt hinter uns – und ob das Neue bald große Änderungen bringen wird? Zu viele Menschen schwer erkrankt, der erzwungene Rückzug ins Private, liebgewonnene Gewohnheiten im Freizeitverhalten fallen von heute auf morgen ersatzlos weg, dazu gibt es bei Vielen große Sorgen um wirtschaftliche Existenz und die Zukunft. Die Welt nach Corona wird mit Sicherheit für Viele eine andere sein.

Das Thema „Reise“ ist plötzlich ein nahezu Anrüchiges, das Nicht-Reisen-Können ein Luxusproblem, Zuhause bleiben ist angesagt und das Thema wird oft auch moralisch aufgeladen.
Ich denke aber, gerade in solchen Zeiten braucht der Mensch erst recht seine Nischen.Und so eine mögliche Nische kann auch das Reisen sein, solange man sich verantwortungsvoll verhält.

Aber wenn schon, dann ausgerechnet noch ins Vereinigte Königreich, nach England? Zu allem dazu auch noch nach dem Brexit? Dorthin reisen, wo die BoJo-Anhänger sitzen, die genug hatten von der EU? Warum ausgerechnet dorthin?

Nun,für mich ist England meine älteste Liebe seit einer Sprachreise in den 70gern nach Brighton in eine verwunschene neue Welt. Und diese Liebe ist mir geblieben.

Seit fast 30 Jahren reisen wir mindestens einmal pro Jahr ins Vereinigte Königreich, meistens tatsächlich nach England. Denn nirgendwo sonst im United Kingdom gibt es eine so reiche Mischung von Natur und Kultur. Nach so langer Zeit ist es ein zusätzliches Stück Heimat geworden. Was wir dort lieben? Die Summe der Erfahrungen und die unglaubliche Schönheit.Wir hatten viele interessante und freundschaftliche Begegnungen im Laufe der Zeit. Wir genießen die herrliche, sehr abwechslungsreiche Natur, besuchen märchenhafte Herrenhäuser und berühmte Gärten, bewundern ehrwürdige Kathedralen und verträumte Dorfkirchen, laufen stundenlang an steilen Klippen und weiten Sandstränden, mögen die urigen Pubs und die plüschigen Teestuben. Für Literaturbegeisterte und Geschichtsliebhaber gibt es Originalschauplätze in Hülle und Fülle. Und die wundervollen Unterkünfte.....
Selbst das vielgeschmähte Essen ist sehr abwechslungsreich und gerade für Vegetarier gibt es eine sehr gute, kreative Auswahl, deutlich mehr als bei uns. Und dann gibt es ja noch die Royals. Gerade für die Fans der Serie „Crown“ gibt es jede Menge davon zu sehen – zumindest die Schlösser, die Wappen, die herrlichen Souvenirs.

Die Zeit ist natürlich auch im United Kingdom nicht stehengeblieben, Vieles hat sich verändert in den Jahren. Vieles blieb aber gleich schön. Und was wir immer genossen haben, ist die pragmatische Art der Briten, die Freundlichkeit und den ausgeprägten Individualismus. Das Interesse, das uns entgegengebracht wurde, die Gastfreundschaft und die unvermutete Herzlichkeit.

Seit einigen Jahren reisen wir auch mit unseren Hunden. Soweit man das sehen kann, sind diese ebenfalls UK-Fans. Sie wirken auf diesen Reisen sehr entspannt und genießen die dauernde Bewunderung. Denn die Briten sind Hundefans und tun das auch kund. Nirgendwo werden unsere Hunde so oft gestreichelt wie dort. Und das, obwohl schöne Hunde dort wirklich keinen Seltenheitswert genießen. Speziell den Angehörigen der größeren Rassen begegnet man häufig: Kurzhaar, Weimaraner, Foxhounds, und jede Art von Spaniels. Es ist auf jeden Fall auch ein Fest für unser Auge.
Hunde in England sind an vielen Orten willkommen, Lokale, Läden, Friedhöfe, ja vereinzelt sogar in Kirchen, solange sie sich gut benehmen ( und sie tun das in der Regel auch). In den berühmten Gärten sind sie teilweise erwünscht, zumindest meist im angrenzenden Park, den man dann halt abwechselnd mit dem Hund besucht, während der Andere im Garten ist. Kaum ein Ort ohne gefüllte Wasserschüsseln vor den Läden, viele Lokale weisen auf einem großen, bunten Schild darauf hin, dass Hunde dort sehr willkommen sind. Adorable!

Es gibt unzählige Wanderwege in den Naturparks und an der Küste, allerdings auch unzählige Schafe. Und die britischen Bauern verstehen übrigens keinen Spaß, wenn man ihre Tiere jagt. Doch mit Schleppleine lässt es sich auch gut wandern, wenn nötig.

Voraussetzung für die Einreise mit bis zu fünf Hunden sind je ein Mikrochip, der Ausweis mit dem Impfstatus gegen Tollwut sowie dem Nachweis einer Entwurmung gegen Bandwurm (mindestens 24 Stunden und höchstens 5 Tage vor Einreise). Besonders entspannt funktioniert übrigens mit Hunden die Einreise per Eurotunnel.

Und der Brexit....leben und leben lassen. Moralisieren und Belehren sollte man als Tourist sowieso nirgendwo. Ist es auch nicht besser, erst mal zuzuhören, wenn man die Gelegenheit hat, statt sich selbst in den Vordergrund zu stellen? Die Briten lieben Smalltalk, wozu aber in der Regel keine politischen Themen gehören.
Meine persönliche Meinung dazu: es gibt Gründe für den Austritt aus der EU, die man unterschiedlich sehen und verstehen kann. Mit der Haltung „ alle doof hier“ sollte man vielleicht generell zuhause bleiben.


Die praktischen Auswirkungen des Brexit für uns als Touristen halten sich in Grenzen. Ab Oktober 2021 werden wir einen Reisepass brauchen, der Hund darf nach wie vor zu den bekannten Bedingungen mit, und Roaming Gebühren für das Handy werden erst mal nicht anfallen. Der nationale EU Führerschein bleibt gültig, man muss einen Nachweis mit sich führen, dass das eigene Auto versichert ist, und für den Krankheitsfall empfiehlt sich eine Reisekrankenversicherung.
Mit der Zeit werden die Briten eine elektronische Registrierung vor Einreise verlangen, so wie in USA oder Kanada längst üblich.

 

Und Corona....auch das geht ja irgendwann vorbei. Die Briten impfen bereits und rechnen ab Sommer mit einer Rückkehr zum normaleren Leben. Wir waren im vergangenen Herbst dort ( 2020), haben uns penibel an alle Auflagen gehalten, die ähnlich sind wie bei uns ( nur die HandyApp ist besser). Überall Desinfektionsständer, Maske wird in der ländlichen Region diszipliniert getragen, Abstand kein Problem, da die Briten das im Alltag sowieso mehr beachten wie wir, übrigens auch außerhalb der Coronazeiten . Spezielle Einkaufszeiten für Ältere und NHS-Mitarbeiter sind keine Seltenheit. Viele Restaurants und Pubs hatten einen Abholservice oder Tische vor dem Lokal. Wir waren fast vier Wochen unterwegs und haben uns überall sicher gefühlt. Wie ein Coronatest nach Rückreise zeigte, auch zurecht.

Wann wir wieder fahren? Nun,hoffentlich klappt es auch dieses Jahr mit einem Besuch auf unserer Lieblingsinsel....

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